CURLEW RIVER

Benjamin Britten

A Parable for Church Performance

Komposition von Benjamin Britten

Libretto von William Plomer nach dem japanischen Nō-Spiel »Sumidagawa« von Jūrō Motomasa

In dieser Inszenierung in Verbindung mit:

»Stabat Mater« in der Komposition von Laura Netzel (1884)
»A Mother to Her Dead Child« von Edith Sitwell (1940–45)

Landesbühnen Sachsen

Premiere 03. JUNI 2023

Team

Musikalische Leitung Thorsten Göbel
Regie Emily Hehl
Choreografie Geosmin Yang
Kostüme Emma Sophie Hoffmann
Bühne Djamilja Brandt
Dramaturgie Ruth Heynen

Besetzung

Madwoman Kay Frenzel
Ferryman Paul Gukhoe Song
Traveller Gabriel Alexander Wernick
Abbot Do-Heon Kim
Chor der Pilger Ensemble Nobiles
Spirit of the Boy Dresdner Kapellknaben + Leonardo Abram

Kammerensemble der Elbland Philharmonie Sachsen

Kritiken

In der Inszenierung von Emily Hehl verläuft der Fluss […] durchs Kirchenschiff, trennt die Besucher, die Welten. […] Er ist immer in Bewegung unter den die Geschichte erzählenden Mönchen, archaisch, symbolträchtig, holzschnittartig – zelebrierte Langsamkeit. Die Stärke der Umsetzung dieses Gleichnisses besteht darin, dass sie auf allen Schnick-Schnack verzichtet, die Sparsamkeit der Musik und der Gedanken weiterträgt und dennoch zutiefst berührt.

– Dresdner Neueste Nachrichten | Mareile Hanns

Maternal Grief

Benjamin Brittens Curlew River ist eine ‚Parable for Church Performance’ - die erste von drei Parabeln, die Britten für den Kirchenraum komponiert. Der Schrei der ‚Curlews’, Vögel aus Brittens Heimat, wird in dieser Oper zum lauten und unverständlichen Schmerzensschrei einer Mutter, die über den Schmerz ihres entführten Kindes wahnsinnig wird und deren Suche am anderen Ufer des Curlew Rivers am Grab ihres Sohnes ein Ende nimmt.

Ein selten gespieltes Werk, das vom japanischen Nō-Theater inspiriert die Schwelle von Ritual und Theater ausreizt, in einer horizontalen musikalischen Struktur ohne Dirigat funktioniert, und in dieser Inszenierung den fragilen singenden Körper durch Bewegung ins Zentrum stellt.

Gemeinsam mit Brittens Oper wird ‚Stabat Mater‘ von Laura Netzel aufgeführt - eine Ausgrabung einer der frühesten Vertonungen dieses Gedichts durch eine Komponistin.

Titelbild Kate MccGwire
Fotos © Carsten Beier Fotografie

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